Petrologie

Leiter

Prof. Dr. Patrick O'Brien

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Beschreibung

Viele oberflächennahe geologischen Phänomene sind durch Prozesse kontrolliert die in tieferen Bereichen der Erdkruste und des Ermantels stattfinden. Dieser Bereich der obersten festen, aber dennoch dynamischen, etwa 100 km unseres Planeten wird Lithosphäre genannt. Gesteins- und Mineralumwandlungen, wie z.B Mineralreaktionen oder auch Schmelz- und Deformationsprozesse sowie Fluidmigration innerhalb der Lithosphäre sind verantwortlich für Vulkanausbrüche, Erdbeben, Gebirgsbildung und auch die Entstehung von Erzlagerstätten. Gesteinsmetamorphose – die Anpassung der Minerale und Gesteine an veränderte Druck- und Temperaturbedingungen – ist der Antrieb für die Subduktion der ozeanischen Kruste und beeinflusst damit Richtung und Geschwindigkeit der Bewegung der Kontinentalplatten, was wiederum Gebirgsbildung und –erosion, sowie die Sedimentbeckenentwicklung steuert. Detailliertes Wissen über die Zusammenhänge zwischen Gesteinsdeformation, Metamorphose, Fluidmigration und die Entstehung von Gesteinsschmelzen innerhalb der Lithosphäre ist darum der Schlüssel zum Verständnis von großräumigen Prozessen an der Erdoberfläche. Die magmatische und metamorphe Petrologie untersucht das physikalische und chemische Verhalten von Gesteinen, Mineralen, Fluiden und Schemlzen und liefert damit einen Wichtigen Beitrag zum Verständnis dieser komplexen Zusammenhänge im Lithosphärenmaßstab.