Paläoklimadynamik

Leiter

apl. Prof. Dr. Martin H. Trauth

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trauth@geo.uni-potsdam.de
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Mittelpleistozäne Sedimente, Suguta Valley, Kenia

Forschungsschwerpunkt Paläoklimadynamik

Unsere Forschung befasst sich mit der Paläoklimadynamik der niederen Breiten, mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf die Biosphäre. Die untersuchten Zeiträume reichen von ein paar Millionen Jahren auf weniger als ein Jahr. Als Beispiele arbeiten wir an den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Entwicklung in Ostafrika (lange Zeitskalen von Millionen bis Hunderttausenden von Jahren), den Einfluss des Klimawandels auf den hydrologischen Kreislauf und die Rolle der Tropen im globalen Klimawandel, klimatisch-bedingte Massenbewegungen, Erosionsprozesse und Überschwemmungen in den Anden und Ostafrika (mittlere Zeitskalen von mehreren Zehntausenden bis Tausenden von Jahren) und der Einfluss von Extremereignissen wie Vulkanausbrüchen, Dürren und Überschwemmungen auf die Biosphäre (Zeitskalen von Hunderten von Jahren zu Jahren). Ein dritter Aspekt unserer Forschung ist die Zuverlässigkeit von Klimaproxies und Rekonstruktionen sowie die Entwicklung neuer statistischer Instrumente für die Rekonstruktion von Umweltveränderungen.

Aktuelle größere Projekte sind das DFG-geförderte Suguta Valley Project (Kenia), das Chew Bahir Project (Äthiopien) zur Tektonik, Klima und Evolution des Menschen (zusammen mit Kollegen an der U Köln), das Chew Bahir Site im Rahmen des ICDP geförderte Hominid Sites and Paleolakes Drilling Project (HSPDP) und das BMWi-geförderte EnMAP-Fernerkundungsprojekt Nonlinear Analysis of Hyperspectral Data (gemeinsam mit Kollegen am PIK). Größere Ausbildungsprogramme sind das DFG Graduiertenkolleg GRK1364 zur afrikanischen und asiatischen Tektonik, Klima und Evolution, dem VolkswagenStiftung Masterprogram Evolution Across Scales und dem VolkswagenStiftung Sommerschulprogramms zur Tektonik, Klima und Evolution in Ostafrika.

 

Martin H. Trauth