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Von globalen Positionsdaten zur Geodynamik – Wie Messungen an der Oberfläche helfen, Erdbeben und Strukturen im Innern der Erde zu verstehen

(17.01.2020 13:14)

Jonathan Weiss ist als Forscher vor allem an einer Frage interessiert: Wie entstehen Gebirge? Obwohl es einige etablierte Theorien zur Orogenese – so der Fachbegriff für die Gebirgsbildung – gibt, sind zahlreiche Aspekte rund um das Wie, Wann und Warum der Entstehung von Gebirgsketten nach wie vor unklar. Dies gilt insbesondere für die Anden, die über 7.500 Kilometer lange Kette von Bergen und Vulkanen, die sich entlang der Grenze zwischen dem Südamerikanischen Kontinent und dem Pazifik erstreckt. Auf der einen Seite werden die sogenannte Pazifische und die Nazca-Platte durch die Kollision mit der Südamerikanischen Platte in den Untergrund gedrängt – ein Prozess, der als Subduktion bezeichnet wird. Auf der anderen Seite scheint die Südamerikanische Platte relativ stabil und unbeeinflusst zu bleiben. Die Kräfte, die bei diesem Zusammenstoß der tektonischen Platten entstehen, sind der Grund für das Wachstum der Anden und für die geologischen Naturgefahren der Region, insbesondere für den intensiven Vulkanismus und die häufig auftretenden, teils sehr heftigen Erdbeben. Jonathan Weiss ist bei seiner Forschung vor allem an den östlichen Anden im südlichen Bolivien interessiert. Hier ist die Gebirgskette noch relativ jung und, so nehmen die Wissenschaftler an, das Gefahrenpotenzial stark unterschätzt.

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Wissenschaft unter freiem Himmel - Nationale Geoparks vermitteln Geologie als Naturerlebnis

(17.01.2020 13:11)

Höhlen, Meteoritenkrater, alte Bergwerke und riesige Findlinge: Solche und andere regionale Besonderheiten gibt es in deutschen Geoparks zu bestaunen. Sie geben Einblicke in die Millionen Jahre alte Erdgeschichte – mit Fossilien ausgestorbener Saurier, Spuren steinzeitlicher Menschen und Schätzen von Kelten und Römern. Die Parks wollen geologische Sehenswürdigkeiten für Wanderer, Naturfreunde und natürlich für Geologie-Begeisterte erlebbar machen. Zertifiziert werden die Parks von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, dem Zusammenschluss der geowissenschaftlichen Fachverbände, Forschungseinrichtungen und Naturkundemuseen in Deutschland. 34 Einrichtungen sind beteiligt, unter ihnen das Alfred-Wegener-Institut, das GeoForschungsZentrum Potsdam und das Forschungsinstitut Senckenberg. Präsident der 1980 gegründeten Vereinigung ist seit nunmehr sieben Jahren der Potsdamer Geowissenschaftler Prof. Manfred Strecker, PhD. Seitdem ist die GeoUnion am Unicampus Golm angesiedelt.

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Neues Forschungsprojekt nutzt Augmented Reality für Weiterbildung im Katastrophenschutz

(20.12.2019 08:48)

Seit Herbst 2019 befasst sich ein neues Verbundprojekt mit den Chancen und Möglichkeiten, Augmented Reality (AR) in der gezielten Weiterbildung von Beschäftigten im Bereich Katastrophenschutz und ziviler Sicherheit einzusetzen. In dem Projekt „AR-Ansätze in der beruflichen Weiterbildung von Verwaltungsmitarbeitern des Katastrophenschutzes und der Zivilen Sicherheit: Lern- und Problemlösungsprozesse für eine optimierte Katastrophenbewältigung mittels Simulation“ sollen in einer mobilen 3D Umgebung Großschadenslagen visualisiert und Krisenstabsszenarien simuliert werden.

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Fokus Südamerika - Erdsystem-Forscher intensivieren Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen in Argentinien

(20.12.2019 08:46)

Die Potsdamer Geowissenschaftler wollen ihre langjährige Forschungstätigkeit in Südamerika und die Kooperation mit dortigen Partnern in den kommenden Jahren weiter intensivieren. Einen Auftakt dazu bildete das 25. Latin American Colloquium of Geoscience, das Ende September 2019 in Hamburg stattfand. Mit der Veranstaltung wurde die langjährige Tradition der Treffen der geowissenschaftlichen Südamerikaforscherinnen und -forscher in Deutschland wieder aufgenommen.

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At the Epicenter of Earth Sciences

(18.12.2019 11:35)

Der neue Image-Trailer des Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam hatte auf dem AGU Fall Meeting 2019 vor mehr als 24.000 Besuchern Prämiere.

Der Trailer ist unter https://mediaup.uni-potsdam.de/Play/10943 zu sehen.

Dissertationspreis des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie geht an Potsdamer Geowissenschaftlerin

(24.10.2019 11:09)

Frau Dr. Stefanie Tofelde erhält den Dissertationspreis des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie auf dessen Jahrestagung am 29. September 2019 in Kiel.

Stefanie-Tofelde-University-of-Potsdam-Argentina

Der Arbeitskreis Geomorphologie „kürt alljährlich herausragende Dissertationen zu geomorphologischen Forschungen mit dem Dissertationspreis und zeichnet damit innovative, nationale und international relevante Doktorarbeiten zu geomorphologischen Themen aus und würdigt die herausragende Forschungsleistung der PreisträgerInnen auch als Ideenquelle für zukünftige Forschung“.

Frau Tofelde verknüpfte in ihrer Studie “Signals stored in sediment – Fluvial sediments as records of landscape evolution” geomorphologische und geologische Feldbeobachtungen mit Modellierungsstudien und Geochronologie, um die komplexen Prozesse der Landschaftsentwicklung in den Anden von Nordwest‐Argentinien zu verstehen.

Der Preis gilt einer Wissenschaftlerin, die durch ihre kollegiale und aufgeschlossene Art auch die Fähigkeit besitzt, mit Arbeitsgruppen unterschiedlicher Nationalitäten und Fachrichtungen effizient zu kommunizieren und zu kooperieren. Sie baut eine Brücke zwischen den zum Teil immer noch isoliert arbeitenden erdwissenschaftlichen Disziplinen.