Meeresmikroseismik

Der mittel- und nordatlantische Rücken ist durch seine schwache Abdeckung durch
permanente Breitbandstationen nur sehr unzureichend untersucht. Mittels permanenter
seismologischer Arrays, wie z.B. das Gräfenberg Array (GRF), das NORSAR Array (NOA)
oder das Deutsche Regionale Seismische Netzwerk (GRSN), soll die Lokalisierung und
Quellcharakterisierung seismischer Quellen konsequent umgesetzt und verbessert
werden. Somit kommt eine Detektion von Quellen von

(1) Erdbeben – hin zu kleineren Magnituden,
(2) submarinen Vulkaneruptionen als Indikator für magmatische Aktivität und
(3) Meeresmikroseismik


in Frage. Dies soll u.a. durch die echtzeit Detektion von Oberflächenwellen (20s -100s)
und auf einer Array-Beam basierten Inversion nach Momententensoren umgesetzt
werden. Der zu untersuchende Frequenzbereich richtet sich dabei nach Raumwellen (1Hz
- 0.20Hz), Meeresmikroseismik (0.20Hz - 0.05Hz) und Oberflächenwellen (0.05Hz –
0.01Hz).
Die Ziele der Doktorarbeit sind


(1) verbesserte Aussagen über die Struktur & Seismizität der Plattengrenzen,
(2) verbesserte Aussagen über die Identifikation von Schwarmbeben als
Indikatoren magmatischer Aktivität,
(3) eine bessere Quantizierung der Momentfreisetzung auf Transformstörungen
und Bruchzonen und
(4) die Detektion von Anregungsgebieten der Meeresmikroseismik.

 

Statistik

Funding agency
DFG
website  
Duration  
Involved personal Tobias Müller-Wrana