Geographie und Naturrisikenforschung

Leiter

Prof. Dr. Annegret Thieken

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annegret.thieken@uni-potsdam.de
Telefon:
+49 331 977 2984
Fax:
+49 331-977-2761
Verkehrsbehinderungen nach Starkregen (Foto: A. Thieken)
Verkehrsbehinderungen nach Starkregen (Foto: A. Thieken)

Beschreibung

Geographie und Naturrisikenforschung 

Die Professur „Geographie und Naturrisikenforschung“ wurde im Oktober 2011 am Institut für Erd- und Umweltwissenschaften neu eingerichtet, um den universitären Forschungsschwerpunkt Erdwissenschaften – vor allem im Bereich der Risikoforschung – zu stärken. Die Universität Potsdam hat damit auf einen aktuellen Bedarf aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft reagiert: Weltweit steigende Schäden in Folge von extremen Naturereignissen unterstreichen die Notwendigkeit einer effektiven Vorsorge.

Die Arbeitsgruppe ist durch eine Zweitmitgliedschaft am Institut für Geographie sowie über die Lehre in den lehramtsbezogenen Studiengängen der Geographie an zwei Instituten der Universität Potsdam verankert.

Woran arbeiten wir?

In der Forschung wollen wir Konzepte und Methoden entwickeln sowie Daten und Erkenntnisse gewinnen, die ein tieferes Verständnis der gesellschaftlichen Auswirkungen von Naturgefahren, der zugrunde liegenden Schadensursachen sowie der Wirksamkeit von Vorsorgemaßnahmen ermöglichen. Darauf aufbauend soll die Resilienz von Gesellschaften gegenüber Naturgefahren nachhaltig verbessert werden, damit Gesellschaften weniger schadensanfällig sind und sich im Schadensfall schneller regenerieren können. Im Fokus stehen Hochwasser- und Starkregenereignisse, aber auch andere hydrometeorologische Extremereignisse, wie z.B. Dürren oder Hitzewellen.

Unsere Arbeit ist geprägt von inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit sowie vom Einsatz natur- und sozialwissenschaftlicher Methoden, aus z.B. der empirischen Sozialforschung, Statistik, Geoinformatik und mathematischen Modellierung. Wir orientieren uns an gemeinsam entwickelten, praxisrelevanten und wissenschaftlich anspruchsvollen Fragestellungen.

In der Lehre bieten wir in den geowissenschaftlichen Studiengängen sowie im Lehramtsstudiengang Geographie Veranstaltungen an, die unsere Absolventen befähigen, mit einer interdisziplinären Sichtweise Naturgefahren und ihre Auswirkungen zu verstehen und zu bewerten. Studierende sollen durch problemorientierte und interaktive Lehre zu kritischer Reflexion angeregt und durch Projekt- und Abschlussarbeiten früh in Forschungsvorhaben eingebunden werden. Dadurch soll langfristig die Kommunikation und Wahrnehmung von Naturgefahren, Auswirkungen und Vorsorgemöglichkeiten – insbesondere in Schulen – verbessert werden.

In Kooperation mit anderen geowissenschaftlichen Arbeitsgruppen sowie mit den Politik- und Verwaltungswissenschaften wurde zudem der Studienschwerpunkt Geogovernance für die Masterstudiengänge Geoökologie und Geowissenschaften konzipiert.

Aktuell: Climate Impact and Loss Data for Europe

Am 16. und 17. Dezember 2015 veranstaltete die Arbeitsgruppe im Auftrag von JPI Climate einen Workshop zum Thema "Climate Impact and Loss Data for Europe". Hier finden Sie die Workshopergebnisse.

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