Geoecology

Geoökologie ist eine interdisziplinäre Umweltnaturwissenschaft. Sie zielt auf das Verstehen der komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Umwelt, um Probleme im Spannungsfeld zwischen Mensch und Umwelt zu erkennen, zu analysieren und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Im Mittelpunkt stehen das natürliche Geo-Öko-System und seine Nutzung durch den Menschen. Typische Fragestellungen sind zum Beispiel die Modellierung von Wasser- und Stoffkreisläufen in Landschaften, die Planung einer Altlastensanierung oder die Entwicklung einer nachhaltigen Landnutzung.
Zu den Methoden der Geoökologie gehören die gezielte Beobachtung von Prozessen im Feld und Labor, die chemische Analyse, die Geoinformatik und Fernerkundung und nicht zuletzt die mathematische Modellierung.

Das Profil der Geoökologie in Potsdam bilden dabei:

  • zielgerichtete Felduntersuchungen verschiedener Strukturen und Prozesse in unterschiedlichen Landschaften,
  • Umsetzung des gewonnenen Prozessverständnisses in mathematische Modelle zur Simulation für unterschiedliche geoökologische Problemstellungen,
  • Umsetzung in die Praxis in Form von geoökologischen Planungsverfahren, Umweltmanagement und Projektentwicklung,
  • Forschungsfragen zu Hochwasserschutz, Klimaänderung und globalem Wandel.

 

Die Definition, die der VERBAND FÜR GEOÖKOLOGIE IN DEUTSCHLAND e.V. (VGöD) geprägt hat, lautet:

Geoökologie ist eine an Umweltproblemen orientierte, interdisziplinäre Naturwissenschaft. Sie zielt auf das Verständnis der Funktions- und Wirkungsweise der Umwelt, insbesondere um Probleme im Zusammenhang mit der menschlichen Nutzung zu erkennen und zu lösen.

Auf der Website des VGöD gibt es einen kleinen Info-Clip zum Thema "Was ist Geoökologie?" [Link]

Im Deutschlandfunk (dradio.de) wurde 2012 unter der Rubrik "Mein Studium" das Studienfach Geoökologie in verschiedenen Beiträgen vorgestellt. U.a. wurden angehende Geoökologen aus Potsdam beim Kartieren begleitet und Ausblicke auf die Berufsaussichten für Geoökologen gegeben [Link].