Forschung

  • Themen
  • Projekte
  • Gallerie

 

 

Die Arbeitsgruppe Naturgefahren benutzt Methoden wie Fernerkundung, geomorphologische und sedimentologische Analysen, terrestrisches Laserscanning, Geomorphometrie, numerische Modellierung und absolute Altersdatierung, um das zeitliche Auftreten und die räumliche Ausbreitung natürlicher, aber potentiell schädigender, Prozesse zu bestimmen.

Unser Augenmerk liegt momentan verstärkt auf Naturgefahren in Gebirgen und deren Vorländern. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Auswirkungen des globalen (Klima-)wandels auf gravitative Massenbewegungen; die Quantifizierung von Unsicherheiten in Gefährdungsanalysen; Spuren von extremen Erosions- und Transportereignissen in geologischen Archiven; Folgen der Entstehung und des Versagens natürlicher Staudämme; und Wechselwirkungen zwischen Naturgefahren und Ökosystemen.

Dabei bringen wir uns auch in regionalen Forschungsinitiativen wie PROGRESS (www.earth-in-progress.de) und GEOGOVERNANCE (www.geogovernance.de) ein.

 

Letter Box, Ryukyu Islands

Projekte


Current Projects

Monsoon and earthquake controls on sediment flux, Zanskar and Ladakh, India (Promotionsvorhaben von J. Blöthe und H. Munack, Universität Potsdam, Finanzierung: DFG)


Giant landslides from the inside - A contribution to the sedimentology of terrestrial chaotic deposits  (Mit J.T. Weidinger, ERKUDOK Gmunden, Österreich; und S. Dunning, University of Northumbria, UK, Finanzierung: PROGRESS)


Rock glaciers as palaeoseismological proxies, Central Asia (Promotionsvorhaben von S. Rosenwinkel, Universität Potsdam, Finanzierung: BMBF)


Rates of bedrock channel incision and widening, Alaknanda River, India (Mit T. Dosseto und J.H. May, University of Wollongong, Australia)


Topographic and cosmogenic proxies of erosion rates at the island-arc scale (Mit Y. Hayakawa, and T. Oguchi, University of Tokyo, Japan; und A.T. Codilean, GFZ Potsdam, Finanzierung: DFG)


Soil erosion and organic carbon export by wet snow avalanches (Mit C. Rixen, SLF, Schweiz)

  

Regional glacier surface velocities and erosion rates from mapping supraglacial rock-slope failures, Chugach Mountains, Alaska (Mit M. Uhlmann, C. Huggel, University of Zurich, Switzerland; L. Fischer, NGU, Norway; und J.S. Kargel, University of Arizona, USA)



 

Gallerie

In the Indus Valley  

Wo? In der Hochgebirgswüste von Ladakh und Zanskar, Nordwest-Indien.

Warum? Seltene Starkniederschläge und Erdbeben bewirken katastrophalen Veränderungen in dieser Landschaft. Wir benutzen kosmogene Nuklide (10Be) und OSL-Datierungen um die durchschnittlichen Abtragungsraten durch Naturgefahren wie Hochwasser, Muren und Massenbewegungen zu schätzen.

 
   
Scanning tsunami boulders, Ryukyu Islands  

Wo? Ishigaki Island, westlicher Ryukyu-Bogen, Japan.

Warum? Laserscanning von Strandabschnitten liefert hochaufgelöste dreidimensionale Informationen, um die Wellenhöhen nur schlecht dokumentierter Tsunamis anhand der Dimensionen von gestrandeten Korallenblöcken zu berechnen.

 
   
Sedimentary chaos!  

Wo? Hoch über dem Indus, Nordwest-Indien.

Wo? Wir erforschen Sedimentabfolgen in Stauräumen hinter natürlichen Dämmmen, um zu ergründen, wo und wie lange sich grosse Seen gebildet hatten. Solche natürlichen Stauseen können tickende Zeitbomben sein und bei einem plötzlichen Dammbruch durch katastrophale Flutwellen grosse Wasser- und Sedimentmassen freisetzen.

 
 
   
Measuring sediment flux, Kali Gandaki  

Wo? Auf dem Kali Gandaki, Nepal Himalaja.

Wo? Direkte Messungen von Wasser- und Sedimenttransport in Flüssen liefern wichtige Bezugsdaten und erlauben uns die Abschätzung von sowohl der Jährlichkeit als auch der Relevanz von Extremhochwässern.

 
   
Snow bridge, Swiss Alps  

Wo? An einer der vielen kurzlebigen Schneebrücken in den Schweizer Ostalpen.

Warum? Schneelawinen zählen zu den häufigsten Winternaturgefahren der europäischen Alpen. Die physikalischen Anpralldrücke von Schneelawinen ergeben sich unter auch durch die Menge an mitgeführtem Bodenmaterial, Steine und Baumstämmen. Im Gelände messen wir den Anteil von Sediment und organischer Substanz in Lawinenkegeln, um besser abschätzen können, wie solche Prozesse an der Formung alpiner Landschaften teilhaben.