Allgemeine Geophysik

Leiter

Prof. Dr. Eva Eibl

E-Mail:
eva.eibl@uni-potsdam.de
Telefon:
+49 331 977 203102
Fax:
+49 331 977 5700
Arbeitsgruppenbild Allgemeine Geophysik / Seismologie
Vulkanausbruch in Holuhraun im September 2014 in Island

Forschungsschwerpunkt Seismologie

Vulkanausbrüche und Erdbeben sind zwei der faszinierendsten und spektakulärsten Manifestationen der elementaren geologischen Kräfte, die unseren Planeten seit vielen Jahrmillionen verändern. Die Erde ist übersät von Vulkanen, die teilweise wie an Ketten aufgereiht nebeneinander liegen, oder aber auch isoliert in der Mitte einer tektonischen Platte. Während manche Vulkane inaktiv sind, brechen andere hin und wieder aus, bis hin zu ständig aktiven Vulkanen. Die Folgen solcher Ausbrüche können durch Lavaströme, pyroklastische Ströme, Asche und/ oder giftige Gase verheerend sein für die unmittelbare Umgebung. Je nach Art und Größe des Ausbruchs kann eine Eruption allerdings auch zu einem globalen Problem werden, das zum Beispiel die Land- oder Viehwirtschaft weltweit gefährden kann.

Die Forschung der Arbeitsgruppe Seismologie im Bereich der Allgemeinen Geophysik beschäftigt sich generell mit der Entstehung von Erdbeben und der Ausbreitung von seismischen Wellen. Da Prozesse wie die Magmenspeicherung, -transport und -eruption von seismischen Signalen wie Erdbeben begleitet werden, ermöglicht die Seismologie verschiedenste Prozesse im Untergrund, sowie im Übergang zur Oberfläche und der Atmosphäre in Echtzeit und nicht-invasiv zu verfolgen. Das Ergebnis ist ein umfassendes und zeitlich hoch aufgelöstes, quantitatives Bild der Verschiebungen und Deformation im kompletten physikalischen System, das von der Oberfläche aus nicht direkt beobachtet werden kann. Mithilfe der Seismologie kann man entsprechend Systeme, die zu gefährlichen Prozessen neigen, überwachen, katastrophale Ereignisse vorhersagen und frühzeitig davor warnen.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Arbeitsgruppe Seismologie auch mit anderen Ereignissen wie Fluten unter einem Gletscher oder in nicht vergletschertem Gelände auch GLOFs (Glacial Lake Outburst Floods) genannt. Sie gefährden sowohl bergige als auch flache Regionen durch Erosion, Überschwemmungen und Sedimentablagerung und stellen eine ernst zu nehmende Gefahr dar in Zeiten des globalen Klimawandels und schmelzenden Gletschern.